{"id":1126,"date":"2024-04-01T18:03:23","date_gmt":"2024-04-01T16:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.systemfragen.ch\/?p=1126"},"modified":"2024-04-02T01:12:36","modified_gmt":"2024-04-01T23:12:36","slug":"der-grenzdebile-schweizer-zeitgeist-und-dessen-widerwaertige-claqueure","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.systemfragen.ch\/index.php\/2024\/04\/01\/der-grenzdebile-schweizer-zeitgeist-und-dessen-widerwaertige-claqueure\/","title":{"rendered":"Der debile Schweizer Zeitgeist und dessen widerw\u00e4rtige Claqueure"},"content":{"rendered":"\n<p>Am liebsten w\u00fcrde ich <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/zug-jetzt-nimmt-die-stadt-stellung-zum-panzer-auf-dem-pausenplatz-103072756\">dies hier<\/a> einfach in einer Rubrik &#8218;kein weiterer Text&#8216; unterbringen. Denn wer eine sich selbsterl\u00e4uternde Best\u00e4tigung f\u00fcr alle, irgendwann einmal skizzierten Dystopien ben\u00f6tigt, braucht nur diesem Ereignis ein wenig nachzusp\u00fcren. <\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl diese Story nun schon eine Woche oder l\u00e4nger rumgeistert, l\u00e4sst sie mich weiterhin einerseits sprachlos, andererseits in einer kaum fassbaren Wut zur\u00fcck. Selbst dieser unertr\u00e4gliche Zorn in mir, der sich bereits gleich bei der ersten Lekt\u00fcre dieses Geschehens eingestellt hatte, findet keinen Weg, geordnet artikuliert zu werden, da sich ganz unwillk\u00fcrlich alle vulg\u00e4ren Bed\u00fcrfnisse in mir Geltung verschaffen m\u00f6chten &#8211; Achtung Hassrede! &#8211; solchen Arschl\u00f6chern stundenlang in ihre Drecksfresse zu hauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das musste mal raus.<\/p>\n\n\n\n<p>Man m\u00f6ge mir verzeihen, dass mich mein \u00fcblicher Anspruch an eine gesittete Ausdrucksweise kurzfristig verl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Was finde ich im \u00fcbrigen schlimmer &#8211; das Geschehen selbst, oder all die lobenden Kommentare unter dem Artikel sowie seitens Medien und Politik? <\/p>\n\n\n\n<p>Ich weiss es zusehends nicht mehr. <\/p>\n\n\n\n<p>Beides ist gleichermassen, von einem, f\u00fcr die Betreffenden nun sehr vorteilhaft ausgedr\u00fcckt, derart satisfaktionsunw\u00fcrdigen Niveau gezeichnet, dass man sich fast w\u00fcnscht, Putin m\u00f6ge uns doch bitte, bitte jetzt endlich aus diesem uns\u00e4glichen Elend erl\u00f6sen. Angeblich will er ja ohnehin genau das. Daher r\u00fchrt dieser Wahn vor der angeblichen russischen Aggression, wobei dies bei genauer Ansicht nur das n\u00fctzliche Vehikel f\u00fcr nicht weniger als einen neuerlichen Zivilisationsbruch ist; n\u00e4mlich die Wiedereinf\u00fchrung militaristischer Fr\u00fcherziehung unserer Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Nebst meiner ganz pers\u00f6nlichen KESB-Beh\u00f6rdenwillk\u00fcr sowie dem nachhallenden  Hintergrundrauschen staatlich verordneten Coronaterrors, die mir mein Leben seit Jahren ungefragt und in eher unsch\u00f6ner Weise bereichern, zeigt nun dieses gezielt koordinierte und politisch-medial perfekt inszenierte D\u00e9fil\u00e9 auf dem Schulhausplatz ganz unzweideutig, was von diesem, meinem Heimatland wirklich zu halten ist und weckt erneut, mehr denn je den Reflex, kurzerhand mein Zeug zu packen und wegzufahren, um bloss nie wieder zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dummerweise wird es mittlerweilen nicht ausreichen, einigen wenigen verwirrten Milit\u00e4rk\u00f6pfen und den \u00fcblichen Schlafschafen und Dummschw\u00e4tzern in den Kommentarspalten von 20 Minuten sowie der realit\u00e4tsentr\u00fcckten Classe politique Suisse die Kauleiste mittels brachialer Gewalt zu modifizieren. Es steht zu vermuten, dass ganz Europa zuerst, leider wieder einmal, mit allen Mitteln in seinem Gr\u00f6ssenwahn gestoppt werden muss, damit Demut und Vernunft einkehren k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich um den Preis sinnlos vergossenen Blutes, welches bitte sehr unsere Kinder liefern sollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das ist also die Quintessenz des europ\u00e4ischen Geschichtsbewusstseins. Die Lippenbekenntnisse dar\u00fcber, man h\u00e4tte die Lehren aus der doppelten europ\u00e4ischen Verirrung in Hybris und Kriegstreiberei des 20. Jahrhunderts gezogen, sind nun genau als das enttarnt, was sie immer schon waren, n\u00e4mlich Plattit\u00fcden und geeignete Foren, um L\u00e4uterung und Einsicht zu heucheln und sich in Selbstbeweihr\u00e4ucherung gegenseitig mit Lametta zu beh\u00e4ngen, bloss um beim n\u00e4chsten sich bietenden Augenblick erneut in regressive Herrenmenschenambitionen und Denkmustern von slawischen Untermenschen zu verfallen.   <\/p>\n\n\n\n<p>Alles, was wir glaubten, endlich \u00fcberwunden zu haben, feiert seit einigen Jahren immer neue Urst\u00e4nde. Und als w\u00e4re das f\u00fcr sich genommen nicht bereits schlimm genug, kommt noch hinzu, dass viele Mitb\u00fcrger sich nicht zu bl\u00f6de sind, solchen Vollidioten noch Applaus zu spenden und sich gar zu ihren F\u00fcrsprechern aufzuschwingen.   <\/p>\n\n\n\n<p>Ich merke, wie ich mit den Worten ringe, wie ich sp\u00fcre, dass Worte hier nicht mehr ausreichend sind, und ich mich trotzdem, oder gerade deswegen dem sich aufdr\u00e4ngenden Impuls zu Gewalt verweigere. Denn die Geschichte lehrt uns, dass ein solcher Ungeist nicht nur Gewalt sowie deren Anwendung zelebriert, sondern sie zur Conditio sine qua non erhebt, mit der Konsequenz, dass dieser moribunde Kult am Ende nur mit \u00e4quivalenter Gewalt wieder niedergerungen werden kann. Wer ein wenig antizipieren m\u00f6chte, wie die Welt im Nachgang solcher Geschehnisse aussehen k\u00f6nnte, m\u00f6ge sich den Film Threads aus dem Jahr (quelle ironie) 1984 zu Gem\u00fcte f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Punkt angekommen ist die Entwicklung erkennbar nicht mehr selbstlimitierend, sondern im Stadium der Malignit\u00e4t angekommen, metastasiert und disseminiert unaufhaltsam, einem Konvolut aller vorstellbaren menschlichen Plagen gleich, jetzt gezielt in die letzten, bisher noch leidig gesch\u00fctzten Bereiche der Gesellschaft, in die Welt, genauer genommen in das Wesen und in die K\u00f6pfe unserer Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lobhudelei zu diesem verabscheuungsw\u00fcrdigen und niedertr\u00e4chtigen Schulhofereignis m\u00fcsste bei jedem Menschen mit einem letzten Quentchen an Achtung und Demut vor dem menschlichen Leben und der Sch\u00f6pfung das Bed\u00fcrfnis wecken &#8211; um jetzt noch einmal richtig vulg\u00e4r zu werden und mich ungehemmt der Hassrede hinzugeben &#8211; diesen kriegsgeilen Hurens\u00f6hnen in die Visage kotzen zu wollen, sofern man \u00fcberhaupt noch zur Nahrungsaufnahme f\u00e4hig ist. Angesichts dieses omnipr\u00e4senten, degoutanten Zeitgeists k\u00e4mpfe ich allerdings schon l\u00e4nger mit Anorexie und chronischer Nausea.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier bleibt keine andere Erkenntnis \u00fcbrig als diese:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Kinder hat, tut angesichts dieser Zust\u00e4nde gut daran, baldm\u00f6glichst dar\u00fcber nachzudenken, wann, wie und wo man diese und am besten auch sich selbst in Sicherheit vor diesen irrlichternden militaristischen Geisterfahrern und ihren hirnamputierten Handlangern aus allen \u00fcbrigen gesellschaftlichen Bereichen bringen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt nicht \u00fcberraschend f\u00fcr dieses verluderte Land ist indes, dass, wer eine kritische Rezeption dieses Vorgangs lesen m\u00f6chte, er dies bei <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/schweiz\/201203-schweiz-panzer-faehrt-fuer-kids\/\">RT.de<\/a> tun muss, w\u00e4hrend die Schweizer Medien, wie gewohnt, willf\u00e4hrig und metertief im Rektum von Regierung, Wirtschaft und neuerdings auch der Schweizer Armee, wie schon zu Zeiten von Corona fleissig durchexerziert, nichts Besseres als geistlos bis schlicht intellektbeleidigende Hofberichterstattung verbreiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am liebsten w\u00fcrde ich dies hier einfach in einer Rubrik &#8218;kein weiterer Text&#8216; unterbringen. 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