{"id":662,"date":"2023-10-30T14:52:37","date_gmt":"2023-10-30T13:52:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.systemfragen.ch\/?p=662"},"modified":"2023-11-01T10:34:14","modified_gmt":"2023-11-01T09:34:14","slug":"wer-weiss-ob-es-was-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.systemfragen.ch\/index.php\/2023\/10\/30\/wer-weiss-ob-es-was-wird\/","title":{"rendered":"Versuch um Versuch"},"content":{"rendered":"\n<p>Versuch #5 oder #6, endlich wieder einen Beitrag zu schreiben &#8211; und dann auch zu publizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeiten sind gerade hart, und damit meine ich nicht die Weltlage, die mich kaum je weniger ber\u00fchrt hat als in diesen Tagen und Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, der eigene kleine Mikrokosmos ist Quell st\u00e4ndiger Ohnmacht und Sprachlosigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem liegt wahrscheinlich darin, dass ich zu bem\u00fcht bin, mich in einer gewissen Weise ausdr\u00fccken zu wollen, w\u00e4hrend es mir in Wahrheit, angesichts der Sachlage nur nach Unfl\u00e4tigkeit zumute ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber 8 Monate sind seit jenem unseligen Samstag Morgen im Febuar vergangen, der mein Leben grundlegend \u00fcber den Haufen geworfen hat. Egal, wie sehr ich mich bem\u00fche, trotzdem irgendwie, ohne wirklich zu wissen, wie dies am besten zu bewerkstelligen w\u00e4re, weiterzuleben, das Bestm\u00f6gliche zu tun, f\u00fcr mich und vorallem f\u00fcr mein Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ereignisse in Bezug auf die Akte &#8218;mein Kind&#8216; haben sich \u00fcberschlagen, zu vieles ist passiert. Ich bin neuerlich an die Grenzen des Leistbaren gelangt. Gang vor Gericht, um das zu erwirken, was man aus einem Hollywood-Film als &#8218;einstweilige Verf\u00fcgung&#8216; bezeichnet, um jemanden davon anzuhalten, einem weiter nachzustellen, zu bedrohen und zu bel\u00e4stigen. Nie h\u00e4tte ich mir denken k\u00f6nnen, jemals in eine derartige Opferrolle zu geraten, wo nur noch der Weg zu Gericht bleibt, um sich attestieren zu lassen, dass man nicht alles, was andere mit einem machen wollen, einfach hinnehmen und tolerieren muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher war es lediglich bemerkenswert festzustellen, wie jemand, mit dem man sich unerw\u00fcnschterweise, alleine durch Sachzw\u00e4nge bedingt auseinandersetzen muss offenbar enorme Kenntnisse \u00fcber einem selbst erwerben kann, ohne dass jener \u00fcberhaupt je ein Gespr\u00e4ch mit einem gef\u00fchrt h\u00e4tte. Hier bewahrheitet sich die Phrase, die einst vor vielen Jahren, noch in meiner fr\u00fchen Jugendzeit ein Nachbar in Richtung meiner Familie \u00fcber die ganze Liegenschaft gebellt hat: &#8218;Ich weiss genug von Ihnen!&#8216;<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht liegt es bloss an meiner Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den meisten Mitmenschen, dass es mich nie interessiert hat, was andere Leute, Nachbarn zum Beispiel in ihren vier W\u00e4nden treiben, so dass ich nie auch nur auf den Gedanken gekommen w\u00e4re, jemanden mit Wissen \u00fcber selbigen zu bedrohen, welches ich in Wahrheit gar nicht besitze. F\u00fcr mich zeugte dies immer schon ein einem intellektuellen Niveau auf der Ebene des Nachbarschaftstratsch. Nicht meine Welt!<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Widersacher schwingt sich in seinem verblendeten, missionarischen Eifer nun zum Hobbypsychologen auf und hat sich voll und ganz dem Ziel verschrieben, fast nach Handbuch entsprechender Geheimdienste &#8218;operative Zersetzung&#8216; zu praktizieren, um mich auf kaum mehr sachlich beschreibbare Art und Weise zu diffamieren. Sein neuestes derartiges Machwerk auf 20 Seiten k\u00f6nnte man berechtigterweise als Versuch halb\u00f6ffentlichen Hinrichtung bezeichnen, unter Bedienung widerw\u00e4rtigster Hypothesen und manipulative Suggestivfragen. <\/p>\n\n\n\n<p>Alleine 4 Seiten dienen dem Versuch einer Psychopathologisierung meiner Seelenverfassung. Offenbar unter Zuhilfenahme irgendwelcher Fachliteratur \u00fcbt er sich in der Kl\u00e4rung von Diagnosen und psycholgischen Fragestellungen wie das Vorhandensein von Schizophrenie, Asozialit\u00e4t, Medikamentenmissbrauch und Hospitalismus. Nat\u00fcrlich immer mit der Zielsetzung, mit den suggestiven Fragestellungen an den Leser zur Beantwortung gerichtet, ob ein derart belasteter Mensch wirklich ein verantwortungsvoller Vater sein k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich k\u00f6nnte es mir egal sein; besser w\u00e4re es gewiss. Diesmal ist es ihm allerdings durch das Ausmass, die schiere Menge an Text, wie auch durch die Wahl eines widerw\u00e4rtigen, teils menschenverachtendens Vokabular, meine wunden Punkte zu triggern und folglich die entsprechende emotionale Reaktion loszutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, ich werde dies wieder einhegen m\u00fcssen. Es bleibt nichts anderes als weiterzumachen, weiter f\u00fcr meinen Sohn zu k\u00e4mpfen, egal wie sehr es schmerzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch: das Wissen, dass alles auf dem Spiel steht, ist oft, gerade in Momenten der Schw\u00e4che, kaum mehr zu ertragen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Anh\u00f6rungen von vor 2 Wochen k\u00f6nnte man sagen, die Fakten liegen offen erkennbar f\u00fcr jedermann auf dem Tisch. Niemand, der noch \u00fcber ein Mindestmass an menschlichen Werten und Anstand verf\u00fcgt, d\u00fcrfte daran zweifeln, ob ich der richtige Vater dieses Kindes bin oder nicht. Dies gilt umso mehr, als dass die Maxime der Beh\u00f6rde lautet, einzig dem Kindeswohl dienen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, ich gebe wenig darauf. Es sind Floskeln ohne Inhalt, wie es die KESB in dieser Angelegenheit bereits im Juni mit ihrem Bericht unter Beweis gestellt hat. Deswegen bleibt seither bei mir die Erkenntnis vorherrschend, dass dieser Staat mit seinen Institutionen l\u00e4ngst die moralische Bankrotterkl\u00e4rung verk\u00fcndet hat. Das Misstrauen gegen\u00fcber dem Staat hat sich seither in die nackte Verachtung f\u00fcr selbigen gewandelt. Vulgo: in meiner Angelegenheit hat der Staat endg\u00fcltig verschissen und auch den bis dahin noch vorhandenen Rest an Glaubw\u00fcrdigkeit verspielt. Dies ist unwiderruflich, unabh\u00e4ngig davon, was das Ergebnis der Situation sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Menschenfreund war ich nie. Dennoch gab es immer, allen dem widersprechenden pers\u00f6nlichen Erfahrung zu Trotz das Gef\u00fchl, die Menschen seien nicht einfach schlecht und wollen nur das Falsche, das B\u00f6se. Nun aber widerrufe ich dieses Menschenbild und sage: traue keinem deiner Mitmenschen und betrachte sie als feindselig gesinnt, bis sie das Gegenteil daf\u00fcr bewiesen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt gesehen stellen sich mir viele Fragen zum Impakt dieser zur\u00fcckliegenden 8 Monate auf meine Verfassung, meine Werte, mein Weltbild.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Bruder meint, ich w\u00fcrde dieses Ich von, sagen wir 2018 heute nicht wiedererkennen, und dieser w\u00fcrde meinen heutigen Ansichten vehement widersprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Widerspruch meinerseits. Nur: die Jahre sind vergangen, und das Geschehene zeigt seine Wirkung. Dann gebe ich zu, dass ich beispielsweise Rassist geworden bin und dass ich zeitgleich meine soziales Gesinnung verloren habe. So ertappe ich mich mittlerweilen dabei, kein Verst\u00e4ndnis mehr f\u00fcr andere sozial Benachteiligte zu haben, obwohl ich heute selbst zu der ern\u00fcchternden Erkenntnis gelangen muss, seit Jahrzehnten dem Pr\u00e4kariat zugeh\u00f6rig zu sein, egal wie sehr mich mein links-intellektueller D\u00fcnkel von etwas anderem \u00fcberzeugen wollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich spielt das aber keine Rolle. Oft denke ich, nichts spiele mehr irgendeine Rolle; denn das einzig Massgebene ist mein Kind &#8211; welches man mir unter Zuhilfenahme widerw\u00e4rtigster Unterstellungen, haltloser, zusammengebastelter Hypothesen und manipulativer Suggestion wegnehmen will. Das Ausmass an Sprachlosigkeit angesichts einer derart verwerflich gesinnten Autorit\u00e4t l\u00e4sst sich nicht erfassen oder beschreiben. Es spottet allem, was sich ein Mensch mit wenigstens einem Funken von Anstand und Moral \u00fcberhaupt vorstellen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig \u00fcberraschen kommt deswegen mein Rigorismus daher, der sagt &#8211; entweder steht ihr an meiner Seite, bedingungslos, ohne Ambivalenz und Versuchen, irgendetwas an meiner Haltung zu deuteln &#8211; oder ihr k\u00f6nnt gehen, weil ich euch als meine Gegner ansehe und fortan nichts mehr mit euch zu schaffen haben will.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Kritik hin, dass dieses Freund-Feind-Denken der Haupttreiber aller Konflikte in der Welt sei, antworte ich, dass ich kein Staat und dessen Politiker bin &#8211; sondern ein Mensch, der f\u00fcr sich, ganz alleine gegen ein \u00fcberm\u00e4chtiges, aus dem Ruder gelaufendes Rechtssystem k\u00e4mpft, welches sich als willf\u00e4hriges Werkzeug meinem Gegenspiel angedient hat. Es gibt keine Graut\u00f6ne, keine Nuancen &#8211; ich stehe hier, k\u00e4mpfe um mein Kind, welches man mir wegnehmen will, obwohl es mit Ausnahme des biologischen Makels keinerlei Berechtigung daf\u00fcr gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Allen sage ich euch: kommt her und lebt eine Woche mein Leben, erduldet eine Woche die Ohnmacht, die Widerw\u00e4rtigkeit der handelnden Akteure, die ich erdulden muss, die Kenntnis, nicht mehr Herr des eigenen Lebens zu sein, weil andere sich dessen bem\u00e4chtigt haben und nun die Entscheidungen treffen &#8211;  Danach d\u00fcrft ihr kommen und wir reden, aber nicht vorher.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider musste ich bereits Freunde ziehen lassen, weil sie sich, meinem Empfinden nach taktlosen Spr\u00fcchen bedient haben. Egal ob dies im Versuch geschah, mich auf eine Art zu bes\u00e4nftigen oder als ein Ansatz differenzierter Analyse &#8211; die Roten Linien sind gesetzt und wer sie \u00fcberschreitet, hat seine Freundschaft mit mir f\u00fcr immer verspielt. <\/p>\n\n\n\n<p>Kein Mitleid, kein Vergeben, kein Vergessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Versuch #5 oder #6, endlich wieder einen Beitrag zu schreiben &#8211; und dann auch zu publizieren. Die Zeiten sind gerade hart, und damit meine ich nicht die Weltlage, die mich kaum je weniger ber\u00fchrt hat als in diesen Tagen und Wochen. 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