Knoten im Kopf Pascal, 14. März 2024 Was ein einzelner Tag ausserhalb der gewohnten Blase alles verändern kann, wird einem erst bewusst, wenn es passiert ist. Wie ich schon anderweitig beschrieben habe, wird der Zeitgeist von Tag zu Tag unverständlicher und weniger verstandesmässig erfassbar. Somit dürfte ich nicht derart überrascht sein, wie ich es heute bin. Ein Tag Krankenhaus inklusive 2 Stunden substanzinduziertem, schmerzbefreitem Schlaf hat ausgereicht, meine Wahrnehmung derart nachhaltig zu verzerren, dass vieles von dem, was ich mir heute zu Gemüte geführt habe, noch weniger als sonst verständlich erscheint. Erleichtert wird dieser Umstand nur dadurch, dass offenbar auch heute noch einige Opioidmoleküle durch meinen Blutstrom rauschen, so dass das bekannte Kabinett des Schreckens gerade reichlich lächerlich daherkommt. Das sind diese Momente, wo man zu verstehen beginnt, warum es so viele gibt, die sich sprichwörtlich die beste Zeit ihres Lebens in die Vene verabreichen. Nicht dass mir dies sonderlich erstrebenswert erschiene, aber es wird zumindest verständlich, wenn man die Welt wenigstens kurzzeitig durch den Nebel entsprechender Substanzen wahrnehmen kann. Angesichts der herrschenden Zustände kommt jeder Knopf im Hirn gelegen, auch weil man sich dabei der Einfachheit halber auf geistige Unzurechnungsfähigkeit herausreden kann, um nicht mehr verstehen zu müssen, was a priori nicht zu verstehen ist. Es sollte mir wirklich zu denken geben, dass ich Krankenhausaufenthalte und Operationen dem gewöhnlichen Wahnsinn des Alltages mittlerweilen als willkommene Abwechslung und Ablenkung so breitwillig den Vorzug gebe. Nebst der Tatsache, dass man entsprechend medikamentös, ganz sprichwörtlich ‚versorgt‘ wird, kommt der Umstand, dass man nirgendwo sonst mehr soviel Recht in Anspruch nehmen kann, nur für sich alleine sorgen zu müssen und zu dürfen wie im Krankenhausbett. Wann sonst würde ich mir erlauben, um 14 Uhr im Bett zu liegen und mich dabei noch gut zu fühlen? Die Entschuldigung, es nicht anders tun zu können, weil die Substanzen zuerst ihren Weg aus dem Körper raus finden müssen, ist eine befreiende Erfahrung. Und im Unterschied zu den vielen gleichen Erlebnissen in der Kindheit, ist dies heute meine freie Entscheidung. Sich auf diese Weise abschiessen zu lassen, hat den durchaus bequemen Nebeneffekt, für einige Zeit nicht mehr selbst das Heft des Handeln in Händen halten zu müssen. Wobei ich zugeben muss, dass ich das vor noch nicht allzu langer Zeit gänzlich anders gesehen habe. Mittlerweile würde ich mir wohl keinen einzelnen Zahn mehr ziehen lassen, ohne weggeballert zu werden, weil ich mir schlicht sagen muss, dass ich mir dieses Elend, auch mit Lidocain, nicht zusätzlich antue. Nicht dass ich es nicht könnte, weil ich Angst hätte; aber es ist überflüssig und die zeitweilige Inobhutnahme durch medizinisches Personal, vorallem dann, wenn der Austausch auf Fachebene geführt werden kann, ist mir mehr als willkommen als legitimes Mittel, wenigstens kurzzeitig auch etwas Fürsorge für mich selbst in Anspruch nehmen zu dürfen. Etwas, was sonst ich selbst ständig für andere leisten muss. Der tägliche Wahnsinn Ganz persönlich Gedanken Psychosachen
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